Yes, you can! Mut zur inneren Stärke!

Manche Menschen sind einfach bewundernswert optimistisch. Selbst in Krisenzeiten strahlen sie Zuversicht aus und vermitteln einem das Gefühl „Alles wird gut“. Ganz gleich was kommt, sie nehmen die Dinge gelassen – und scheinbar kann sie nichts aus der Bahn werfen. Da stellt sich doch die Frage: Wie machen diese Menschen das bloß? Sind sie vielleicht gar nicht wirklich optimistisch, sondern eher realtitätsfremd? Erkennen sie nicht, was tatsächlich um sie herum los ist und müssen dann eines Tages mit Schrecken feststellen, wie sehr sie sich mit ihrer positiven Einschätzung geirrt haben?

Doch erstaunlicherweise gibt die Zeit diesen Optimisten oft Recht: Es gelingt ihnen, schwierige Situationen zu meistern, Schicksalsschläge zu verkraften und aus Niederlagen gestärkt hervorzugehen. Da stellt sich doch noch stärker die Frage: Wie machen diese Menschen das bloß? Und darin steckt auch schon ein Teil der Antwort: Sie machen! Sie sind aktiv! Sie nehmen ihr Leben selbst in die Hand, anstatt sich in die passive Opferrolle zu begeben. Und das können Sie auch! Wie Ihnen das gelingt, lesen Sie in unserem MUTMACHER-Blog.

Was macht innere Stärke aus?

Hürden und Krisen hat jeder im Leben – entscheidend ist, wie wir damit umgehen! Häufig hört man Redewendungen wie: „Die hat Nerven aus Stahl.“ oder „Das hat er gut weggesteckt.“, wenn jemand schwierige Situationen gemeistert hat. Große und kleine Krisen können einen schnell schon mal aus der Bahn werfen – und das ist wirklich nichts Schlimmes. Doch warum scheinen einige Menschen mit großen Schicksalsschlägen umgehen zu können, während anderen schon bei Kleinigkeiten zum Weinen zumute ist? Wenn Sie glauben, zu den Letzteren zu zählen, haben wir eine gute Nachricht für Sie:

Jeder kann

innere Stärke aufbauen.

Zwar nicht von heute auf morgen, aber in Krisen innerlich stark zu bleiben, können Sie trainieren: Resilienz wird auch als psychische Widerstandskraft bezeichnet und mit dieser trainieren Sie die Möglichkeit, Herausforderungen und Krisen zu meistern.

Das Geheimnis der Resilienz

Was unter dem Begriff „Resilienz“ verstanden wird, hat sich im Laufe der Zeit gewandelt: Ursprünglich wurde damit nur die Stärke eines Menschen bezeichnet, Lebenskrisen – wie schwere Krankheiten, lange Arbeitslosigkeit, Verlust nahestehender Menschen etc. – ohne anhaltende Beeinträchtigung durchzustehen. In diesem Sinne wird der Begriff auch heute benutzt: So werden etwa Kinder, die in einem sozialen Umfeld aufwachsen, das durch Risikofaktoren wie Armut, Drogenkonsum oder Gewalt gekennzeichnet ist, und die als Erwachsene dennoch zu einer erfolgreichen Lebensführung in der Lage sind, als resilient bezeichnet.

Ein wichtiges Merkmal der Resilienz ist die psychische Widerstandskraft, die nicht nur in Extremsituationen, sondern immer von Vorteil ist. Deshalb wird der Begriff heute zum Beispiel auch für Menschen verwendet, die mit Belastungen der Arbeitswelt in angemessener Weise umgehen können und so ihre psychische Gesundheit erhalten.

Resilienz können Sie lernen

Im Magazin „Psychologie Heute“ berichtet der Neurowissenschaftler Raffael Kalisch, dass jeder Mensch Resilienz lernen kann. Er kommt zu dem Ergebnis, Resilienz sei ein Bewertungsstil, der aktiv gesteuert werden kann – kein Schicksal, dem ein Mensch hilflos gegenübersteht. Das heißt: Jeder Mensch kann lernen, mit Krisen umzugehen. Und wie Sie damit anfangen können, zeigen wir Ihnen in den nächsten Schritten.

Erste Schritte zur inneren Stärke

  1. Emotionssteuerung – übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Gefühle
    Emotionssteuerung beschreibt die Fähigkeit, selbst unter Druck und in Stresssituationen gelassen zu bleiben. Wenn Ihnen am Telefon der Gesprächsteilnehmer zum Beispiel wütend ins Ohr brüllt und Sie sich darüber ärgern, aber nicht zurückschreien, steuern Sie Ihre Emotionen. Ihre Gefühle zu steuern, bedeutet aber nicht, dass Sie – egal was passiert – ein Dauerlächeln aufsetzen sollten. Nutzen Sie vielmehr Ihre Wahlfreiheit! Angenommen, Sie befinden sich im Beruf im Dauerstress, dann haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie verändern etwas an Ihrer Arbeit oder Sie lenken Ihre Emotionen in eine positive Richtung. Warum tun resiliente Menschen das? Weil sie den unbedingten Willen haben, dass es ihnen gut geht.
  2. Realistischer Optimismus – erkennen Sie den Sinn in schwierigen Situationen
    Nach Regen kommt wieder Sonnenschein: Realistischer Optimismus beschreibt die Überzeugung, dass sich Dinge zum Guten wenden können oder werden. Er umfasst auch die Fähigkeit, selbst in sehr schwierigen Situationen einen Sinn zu sehen und ihnen damit etwas Positives abzugewinnen. Das Glas ist im Zweifel „halbvoll“ und nicht „halbleer“. Resiliente Menschen schätzen jedoch die Realität treffend ein und sind dabei nicht übertrieben optimistisch. Unrealistischer Optimismus kann dazu führen, dass Menschen Risiken falsch einschätzen. Übertreiben Sie es also auch nicht mit dem Optimismus.

Tipp:
Verschwenden Sie Ihre Ressourcen nicht.

Resilienz ist eine intelligente Verwendung begrenzter Ressourcen. Verwenden Sie also keine Kraft und Lebenszeit auf Dinge, die Sie nicht ändern können. Sie werden überrascht sein, wie einfach es doch ist, dem Leben die Sonnenseiten abzugewinnen. Im nächsten MUTMACHER-Blog werden wir Ihnen weitere Faktoren der Resilienz vorstellen. Bis dahin wünschen wir Ihnen viele energiereiche Tage und Begegnungen mit Menschen, die Ihre Widerstandskraft fördern.

Ihre MUT-MACHER
Walter Stuber und Dirk Eckart