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Digital Detox: Mut zu Offline-Zeiten

Always on – der Griff zum Smartphone und der Blick in den Rechner sind gerade wichtiger denn je: Handys sind quasi im Dauergebrauch, Videochats beliebt wie nie zuvor. Corona zwingt uns ins Netz. Schließlich sind Realkontakte momentan kaum möglich – also holen wir uns Freunde, Kollegen und die Familie auf den Bildschirm zu uns nach Hause. Durch Smartphone, Laptop und Tablet sind wir ständig erreichbar, ständig informiert – und meistens gestresst.

Es ist sensationell einfach, das Smartphone für alles rund um Kommunikation und Ablenkung einzusetzen: So dient es als Wecker, Kalender mit Warnfunktion, Navigator und Nachschlagewerk oder auch mal als Übersetzungshilfe. Auch das Vergnügen kommt nicht zu kurz – Social-Media-Angeboten, Musik, Spielen und Videos sei Dank. Und ist der Akku des Smartphones mal leer, machen sich bei manchen Nutzern kleine Panikattacken bemerkbar. Schließlich könnte man ja etwas Wichtiges verpassen.

In unserem Smartphone horten wir Informationen über unser gesamtes Leben – und vergessen darüber langsam aber sicher uns selbst. Viele finden das gar nicht mehr cool und setzen auf Digital Detox. Digital Detox soll uns vom Digitalen entgiften und Stress reduzieren. Wir zeigen, was hinter dem Begriff steckt und wie Sie im Alltag digital detoxen können.

Was ist digital Detox?

Immer mehr Menschen leiden an Smartphone-Sucht und digitalem Burnout, weil alles, was zu viel ist, unserem Körper schadet. Nicht nur Alkohol und Drogen, sondern auch übermäßiger Smartphone- und Internetkonsum sind Gift für uns. Auf der Suche nach einem geeigneten Gegengift stößt man schnell auf den Begriff „Digital Detox“. Was irgendwie nach Brigitte-Diät klingt, hat jedoch mit Essen nichts zu tun: Beim digitalen Entgiften geht es darum, das Handy einfach mal beiseite zu legen oder so sogar abzuschalten.

Ziel der digitalen Entgiftung ist, Mensch wieder zurück ins Hier und Jetzt zu bringen. Weg von dem Gefühl, Mails und Messengers checken zu müssen, weg von schönen Bildern und Newsfeeds hin zum echten Leben, der eigenen Umgebung, den Mitmenschen oder auch einfach zu einem guten Buch. Was so simpel klingt, ist für manche oft gar nicht so einfach.

Der Hype ums digitale Entgiften nahm seinen Anfang im Silicon Valley

Dort, wo Nerds in verglasten Wolkenkratzern über die App-Trends von morgen philosophieren und dafür sorgen, dass unser Smartphone immer mehr kann, immer mehr weiß, und uns immer mehr vereinnahmt, schaltete man das Handy plötzlich aus und traf sich in einer Art „Pfadfinderlager“ zum gemeinsamen „Offline-gehen“. Ganz nach dem Motto: Lagerfeuer statt WhatsApp-Gruppen Dauerstress. Im Silicon Valley liegen „Digital-Detox-Camps“ für Erwachsene im Trend und das Geschäftsmodell wächst. Die echte Herausforderung liegt aus unserer Sicht darin, offline-Phasen in den Alltag zu integrieren und sich die Freiheit zu nehmen, regelmäßig nicht erreichbar zu sein. Dafür ist es erforderlich, die Gewohnheiten zu ändern.

Digital detoxen kann jeder - auch ohne Camp oder App. Paradoxerweise gibt es sogar Apps für’s Handy und Plug-Ins für den Browser, die beim digitalen Detoxen helfen sollen. Gut, dass es jede Menge Wege gibt, wie man Offline-Erlebnisse planen kann.

Mit diesen Tipps gelingt der Digital Detox

  1. Verbannen Sie alle digitalen Geräte aus dem Schlafzimmer.
    Studien zeigen, dass der Schlaf weniger erholsam ist, wenn man digitale Geräte vor dem Schlafen nutzt oder sie nachts blinken (https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/schlafen/schlafqualitaet-digitale-medien-133468).

  2. Verwenden Sie einen analogen Wecker
    Wer den Wecker des Smartphones benutzt, sollte auf einen analogen Wecker umsteigen. Das verhindert, dass Sie die ersten Minuten des Morgens mit dem Handy verbringen. Arbeiten Sie stattdessen an einer gesunden Morgenroutine.

  3. Schalten Sie Push Benachrichtigungen aus
    Das dauernde Aufleuchten des Handybildschirms sorgt dafür, dass Sie Ihre Aufmerksamkeit immer wieder unterbrechen und anschließend Zeit benötigen, um die Gedankengänge wieder neu zu sortieren.

  4. Lassen Sie Ihr Handy zu Hause
    Probieren Sie bewusst, Ihr Smartphone zu Hause zu lassen, wenn Sie sich mit Freundinnen treffen, mit der Familie spazieren gehen, morgens zur Bäckerei oder abends joggen gehen. Denn: Wenn Sie das Handy nicht dabeihaben, können Sie auch nicht draufschauen. Das kann sich erst einmal ungewohnt anfühlen ... ist jedoch möglicherweise auf Dauer befreiend.
  1. Gönnen Sie sich Offline-Tage
    Nehmen Sie sich bewusst digital-frei und bleiben dann für 24 Stunden offline. Verbringen Sie den Tag mit Aktivitäten, die Sie gerne tun: endlich mal wieder ein Buch lesen, raus in die Natur gehen, Sport treiben oder andere Entspannungsmöglichkeiten ausprobieren.

So, und jetzt Schluss mit Tipps zum digitalen Detox. Wenn Sie ein unterhaltsames Buch zum Thema suchen, empfehlen wir Ihnen das Buch: „99 Dinge, die du offline tun kannst“.

Unser Fazit:
Handy aus. Welt an. Denn offline ist der neue Luxus.

Ihre Mutmacher

Walter Stuber und Dirk Eckart

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