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Mut zum einfachen Leben
Vom Trend, mit weniger glücklich zu sein

Mut zum einfachen Leben

„Darf es etwas mehr sein?“ Lange Zeit haben wir diese Frage immer wieder gehört: Auf dem Markt, wenn wir ein Kilo Äpfel verlangten, an der Süßwarentheke, wenn wir Weingummi in Tütchen füllen ließen. Heute wird uns diese Frage seltener gestellt. Wir kaufen oft in Supermärkten, wo wir uns selbst bedienen. Und: Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns mit der Frage, ob „weniger nicht auch mehr sein kann“. Denn das gesamte Leben scheint im Berufs- und Privatleben mittlerweile auf dieses „Etwas mehr“ fokussiert zu sein. Das Weglassen gut tut und wirkt sich positiv auf andere Lebensbereiche aus – darum geht es in unserem heutigen MUTMACHER-Blog. Wir sind deshalb keine eingefleischten Minimalisten geworden, dennoch sind wir davon überzeugt, dass es befreiend sein kann, auf überflüssigen Schnickschnack zu verzichten.

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“
Mahatma Gandhi

Spätestens beim Start ins Berufsleben stolpern Menschen in diese Konsumfalle. Denn auf einmal ist mehr Geld auf dem Konto, um mehr Kleidung zu kaufen, häufiger zu verreisen oder eine eigene Wohnung einzurichten. Und irgendwann spürt man dann, dass dieses „Noch etwas mehr“ überhaupt nicht froh macht. Im Gegenteil, es stresst. Um den Lifestyle zu sichern, wird mehr und länger gearbeitet – gleichzeitig entgehen einem viele schöne Erlebnisse, weil zu wenig Zeit da ist.

Wir haben angefangen, unsere Entscheidungen beruflich und privat bewusster zu treffen. Denn es fühlt sich besser an, einen Nachmittag in der Natur zu verbringen oder auch Zuhause mit lieben Menschen in Gesellschaft zu sein.

Einfach leben: weniger Ballast, mehr Glück


Wieviel brauchen wir wirklich, um glücklich zu sein? Macht eine große Wohnung mit viel Deko froh? Bringt ein Luxuswagen mit allen Extras echte Freude? Oder sind es die kleinen Dinge, die unser Herz aufgehen lassen? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen – und entdecken dabei den Minimalismus. Egal, ob wir es Minimalismus nennen, Konsumverzicht, Downshifting oder einfaches Leben. Im Kern geht es Anhängern eines minimalistischen Lebensstils darum, sich mit weniger Krempel zu umgeben, Ballast abzuschmeißen und sich auf das wirklich Wichtige im Leben zu konzentrieren. Wie können wir Glück im Alltag finden? Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und lassen Sie sich von „Silbermond“ inspirieren:

„Eines Tages fällt dir auf, dass du 99% nicht brauchst. Du nimmst all den Ballast und schmeißt ihn weg, denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck. „
Silbermond (https://www.youtube.com/watch?v=ohHJjPSsW8c9)

Platz im Leben, Platz im Kopf


Minimalisten geht es darum, mit wenig zu leben, und nur das zu besitzen, was sie wirklich lieben und brauchen. Sie versprechen sich durch diese Konzentration auf das Wesentliche mehr Einfachheit und mehr Freude am Leben. Dem zu Grunde liegt der Gedanke, dass Konsum und Dinge nicht glücklich machen, dass vielmehr das Glück in den kleinen Dingen des Alltags zu finden ist. Immer mehr Menschen versuchen, das Prinzip „Weniger ist mehr“ in ihr Leben zu bringen. Dazu kommt der Trend zum Entrümpeln und Aufräumen, der sich in Zahlen belegen lässt: Das Buch Magic Cleaning der Aufräum-Berühmtheit Marie Kondo (https://de.wikipedia.org/wiki/Marie_Kondō) hat sich weltweit mehr als sieben Millionen Mal verkauft. Es hat sich anscheinend rumgesprochen, dass weniger Besitz auch bedeutet, mehr Platz, Zeit und Geld zu haben. Auch der Trend zur Achtsamkeit geht zum Teil auf eine Sehnsucht nach mehr Raum zurück – nicht zufällig heißt eine der bekanntesten Apps mit 17,5 Millionen Nutzern Headspace: „Platz im Kopf“.

Wenn auch Sie die Haltung des „Weniger ist mehr“ trainieren wollen, können Ihnen folgende Fragen helfen:

  1. Was brauche ich und was brauche ich nicht?
  2. Was fehlt mir wirklich?
  3. Was ist für mich das richtige Maß, wenn ich Geburtstagsgeschenke oder eine Urlaubsreise plane?
  4. Welche Dinge oder Angewohnheiten sind nur Ballast?
  5. Worauf möchte ich auf keinen Fall verzichten?
  6. Mit Blick auf die vergangene Woche: Was ist mir zu viel?
  7. Wen oder was vermisse ich in meinem Leben?

Der tiefe Sinn ist übrigens nicht, einfach nur mit weniger zu leben oder das Smartphone zu entsorgen, sondern sich das Leben so einzurichten, dass mehr Leichtigkeit und Freiheit entstehen. Es geht um eine innere Haltung, die im Alltag mehr Leerstellen und Unsicherheiten zulässt.

Unser Fazit:


Wer einfach lebt, hat weniger Kram und Zeug in seinem Leben – nicht nur in der Wohnung, sondern auch im Kopf. Keine Chance der Reizüberflutung! Wer einfach lebt, sagt Verabredungen ab, zu denen er keine Lust hat, er geht keine Verpflichtungen ein und verschwendet keine Zeit mit unnützen Begegnungen. Wer einfach lebt, konzentriert sich schlicht auf das, was er wirklich braucht diese Art von Minimalismus kann uns in vielen Bereichen erleichtern. Es tut gut, das Leben zu entrümpeln und sich aufs Wesentliche zu besinnen. Ganz leicht ist es aber nicht. Wir bleiben dran.

Ihre
MUT-Macher Walter Stuber und Dirk Eckart

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Mut zur Entscheidung

mut zur entscheidung


Lebe bewusster! Konzentrier dich! Sei achtsam! Erlaube Dir Selbstfürsorge! Überall heißt es, dass unser Leben besser werden kann, wenn wir intensiv darüber nachdenken, wie unser Alltag aussehen soll. Das beginnt mit der richtigen Ernährung und endet mit existentiellen Fragen wie: Was will ich eigentlich im Leben erreichen?

Von der Kaffeesorte bis zur Lebensplanung – überall lauert Entscheidungsstress. Manche Entscheidungen fallen uns alles andere als leicht – und wir verbringen Stunden um Stunden damit, zu analysieren und abzuwägen. Das Ergebnis: Verwirrung und Hilflosigkeit.

Fällt es Ihnen oft schwer, Entscheidungen zu treffen? Ist es eigentlich notwendig, unser ICH bis in den letzten Winkel ergründen zu wollen?

In einer multioptionalen Welt sind Routinen lebensnotwendig

Wir fällen täglich unzählige Entscheidungen. Die meisten davon bemerken wir allerdings nicht einmal: Mit welchem Fuß ich aus dem Bett steige, was ich anziehe und frühstücke, wie und wann ich zur Arbeit aufbreche, ob ich meine Mails vorher checke, ob ich nach Feierabend zum Sport, Einkaufen oder direkt nach Hause fahre und so weiter und so fort. Um all das machen sich die meisten Menschen kaum Gedanken. Hier und da ein kurzes Innehalten – und weiter geht’s.

Routinen sind wichtig, denn sie sparen Zeit und Energie. Nach Schema F zu verfahren, gilt in unserer von ständiger Veränderung und Optimierung besessenen Zeit zwar als unkreativ und spießig, aber im Alltag ist es lebensnotwendig. Sie vergeuden Ihre Kräfte, wenn Sie im Alltag alles immer wieder ausdiskutieren und neu entscheiden wollen. „Pro Tag treffen wir etwa 20.000 Entscheidungen. Im Schnitt alle drei Sekunden“, erklärt Eveline Brandhofer, MA Trainerin für Positive Psychologie. „Viele Entscheidungen laufen automatisch. Je besser geübt, desto schneller“, weiß die Expertin. Das gute an Gewohnheiten: Je mehr alltägliche Verhaltensweisen unser Gehirn ritualisieren kann, umso mehr mentale Kapazität haben wir frei für die besonderen Dinge im Leben.

Social Media erschwert Entscheidungen

Nicht jedes Problem lässt sich spontan lösen. Gerade in einer Gesellschaft, die so sehr vom Streben nach Freiheit geprägt ist, in der wir uns alle Türen offenhalten wollen, fällt es mitunter schwer, sich zu entscheiden. Eine Wahl zu treffen. Ja oder Nein zu sagen. Die Tür zu öffnen oder sie zu schließen. Denn: Was könnte passieren, wenn wir uns falsch entscheiden? Zumal das Leben der Millionen Anderen, das wir täglich auf Social Media vorgeführt bekommen, zeigt, wie viele Möglichkeiten es eigentlich gibt. In einer Welt, in der scheinbar alle Optionen offenstehen und es an uns ist, die richtige zu wählen, wiegt eine Entscheidung nun mal schwer.

Je mehr Informationen im Umlauf sind, desto verunsicherter sind wir. Denn diese Informationen sind ja in aller Regel keine beglaubigten Fakten, sondern häufig ein Cocktail aus Behauptungen, Gerüchten, Meinungen, Verdachtsmomenten, Warnhinweisen und Verleumdungen. Dummerweise saugen wir Informationen in Social Media begierig auf, denn kaum etwas ist heute schwerer zu ertragen als Nichtwissen. Ein Patentrezept für gute Entscheidungen gibt es nicht. Ob Sie spontan oder überlegt entscheiden, hängt nicht nur vom Charakter, sondern auch von der Art des Problems, seiner Tragweite, den verfügbaren Informationen, früheren Erfahrungen und Routinen ab, die Sie sich zugelegt haben.

Eine einfache Frage kann Wunder bewirken

Wenn Sie sich das nächste Mal mit einer Entscheidung quälen, wenden Sie bitte einen einfachen Trick an. Der Verhaltenspsychologe Dan Ariely (https://de.wikipedia.org/wiki/Dan_Ariely) sagt, man müsse sich nur diese eine Frage stellen:

Was würde ich einem Freund raten?

Effekt dieser Frage: Sie hilft, sich von den eigenen Emotionen zu befreien und das Problem neutraler zu betrachten. Oft kommt man dann schnell auf die richtige Lösung. Klingt einleuchtend, oder?

Es wäre übrigens ein falscher Anspruch, angesichts der Vielfalt an Wahlmöglichkeiten, die uns umgeben, immer das Richtige tun zu wollen. Fehlerfreundlichkeit ist eine Kompetenz, die für ein geglücktes Leben genauso wichtig ist wie die Kompetenz, gute Entscheidungen zu fällen. Bedenken Sie bitte, dass einen die – auf den ersten Blick – falsche Alternative auch auf den richtigen Weg bringen kann. Und sollten Sie eine gefällte Entscheidung doch noch über den Haufen werfen, liegen Sie in einer sich ständig drehenden Welt sogar im Trend. Hauptsache, Sie legen sich erst mal fest. Denn: „Wir bereuen nur das, was wir nicht getan haben“, sagt Marcel Proust (https://de.wikipedia.org/wiki/Marcel_Proust).

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen Mut zum Experimentieren mit klugen Entscheidungen und gute Freunde an Ihrer Seite.

Ihre MUTMACHER

Walter Stuber und Dirk Eckart

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Mut zu Vertrauen

Mut zum Vertrauen

Vertrauen haben ins Leben. Darauf vertrauen, dass alles gut wird, auch wenn die Zeiten schwierig sind: Das wünscht sich wohl jeder. Manche Menschen bringen dieses Vertrauen von Haus aus mit. Sie spüren, dass es etwas gibt, was ihnen Halt bietet, wenn der Alltag unübersichtlich wird oder eine Krise ihnen den Boden unter den Füßen wegzuziehen scheint. Falls Sie nicht zu den Glücklichen gehören, die diese Zuversicht bereits fest in sich verankert haben, gibt es eine gute Nachricht. Zuversicht können Sie entwickeln. 

In diesem Blog geben wir Ihnen Anregungen, wie sich Vertrauen stärken lässt. Wir haben allerdings kein Rezept, mit dem sich Vertrauen herstellen lässt – nur Anregungen. Denn Vertrauen gibt es nicht auf Knopfdruck. Jeder und jede von uns muss den eigenen Weg zu dem Erleben finden, dass es etwas gibt, was ihn oder sie trägt.

Auch wir MUT-Macher kennen die Erfahrung, dass dieses Vertrauen manchmal ins Wanken gerät, dass wir zweifeln und dunkle Wolken übermächtig erscheinen. Doch so wie ein guter Gärtner Mittel hat, die Erde vorzubereiten, damit seine Blumen gut gedeihen, so gibt es auch Möglichkeiten, den Boden zu bereiten, auf dem Vertrauen wachsen kann. Ein paar davon teilen wir heute hier. Weitere Erfahrungen finden Sie in unseren Büchern (https://mutmacher.jetzt/produkt/mutmacher-1/) und Blogs (https://walter-stuber.de, https://dirk-eckart.de). 

Vertrauen ist die Voraussetzung für gute Beziehungen

Selbstverständlich ist klar, dass man nicht allen Menschen gleichermaßen vertrauen kann. Wenn Sie zum Beispiel jemand anruft und Ihnen dazu gratuliert, dass Sie 10.000 Euro gewonnen haben, sollten Sie dieser Person mit Skepsis begegnen und ihr auf keinen Fall eine IBAN mitteilen. Zwar ist grundlegendes Vertrauen gegenüber anderen Menschen wünschenswert und in vielen Fällen auch gerechtfertigt, doch bei spontanen neuen Kontakten spricht nichts dagegen, erst einmal vorsichtig zu sein. Für längerfristige zwischenmenschliche Beziehungen oder langfristige Kundenbeziehungen gilt das jedoch nicht. Denn Vertrauen ist die Voraussetzung für intakte und gute Beziehungen. Kein Mensch ist in der Lage, alles zu kontrollieren und schon gar nicht das Verhalten seiner Mitmenschen. Deshalb empfehlen wir, Menschen, die eine wichtige Rolle in Ihrem Leben spielen, einen Vertrauensbonus zu schenken. 

Zugegeben: Anderen Menschen zu vertrauen, ist nicht immer einfach. Schon allein, weil es eine große Portion Selbstvertrauen erfordert, sich auf andere zu verlassen. Wir werben beruflich und privat dafür, eine Kultur des Vertrauens zu pflegen. Damit meinen wir nicht die naive Einstellung, alles zu glauben, was Menschen sagen. Denn jeder hat die Aufgabe, Risiken zu begrenzen, da Vertrauen auch missbraucht werden kann. Doch am Ende sind aus unserer Sicht diejenigen erfolgreich und glücklich, die verlässlich und vertrauenswürdig sind.

So lässt sich Vertrauen gewinnen

Wenn Vertrauen so wichtig ist, wie lässt es sich dann gewinnen? Wie kann man Vertrauen aufbauen? Leider ist das Fordern von Vertrauen im Job häufig nur eine hohle Phrase, die zwar gut klingt und sympathisch macht, in der Realität aber kaum umgesetzt wird. Fakt ist: Vertrauen ist immer Ausdruck einer intakten Beziehung – im Privaten wie im Job. Deshalb gelten auch hier wie dort dieselben Regeln. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass wir Vertrauen nicht anordnen können, es wird uns geschenkt. 

Grundregeln des Vertrauens: Die besten Tipps

  1. Das eigene Misstrauen verstehen
    Wenn Sie Probleme haben zu vertrauen, sollten Sie sich das zunächst einmal eingestehen und versuchen zu klären, woher sie kommen. Denn wenn Sie wissen, wer oder was der Auslöser für Ihr Misstrauen ist und wovor es Sie schützen soll, können Sie gezielter darauf reagieren.
  2. Kommunizieren Sie, gehen Sie offen mit Fehlern um
    Nichts schafft und erhält Vertrauen so sehr, wie regelmäßig und offen miteinander ins Gespräch zu kommen. Sagen Sie ehrlich, was Sie meinen und tun Sie, was Sie sagen. Das ist das Grundprinzip von Authentizität – oder: Vertrauenswürdigkeit. Dazu gehört auch, Fehler zuzugeben, um daraus zu lernen. Lassen Sie Ihre Mitmenschen also an Ihren Lern-Erfolgen teilhaben.
  3. Erinnern Sie sich an positive Erfahrungen
    Wann haben Sie jemandem vertraut und damit gute Erfahrungen gemacht? Sich bewusst zu machen, dass Vertrauen gelingen kann, klingt vielleicht banal, ist aber eine der am stärksten vertrauensfördernden Maßnahmen überhaupt.
  4. Vertrauen Sie sich selbst
    Selbstvertrauen ist und bleibt die Voraussetzung Nummer eins, um anderen zu vertrauen – genauso wie Selbstliebe die Voraussetzung dafür ist, andere lieben zu können.
  5. Lassen Sie sich Zeit
    Vertrauen zu lernen, braucht Zeit und Geduld. Weder Rom noch Vertrauen lassen sich in einem Tag aufbauen. Nicht zuletzt braucht es irgendwann auch eine Bewährungsprobe, um das Band des Vertrauens zu festigen. 

Wir wünschen Ihnen viele vertrauensvolle und wertschätzende Begegnungen und einen fröhlichen Start in den Frühling. Wer mit offenen Augen und einer inneren Haltung von Wertschätzung durch die Welt geht, wird sicher merken, dass es überall etwas zu staunen gibt. Vertrauen ins Leben kann wachsen, wenn wir uns berühren lassen von den vielen Wundern, die uns täglich begegnen.

Wir wünschen Ihnen viele Möglichkeiten zum Staunen und Vertrauen.
Ihre MUT-Macher 

Dirk Eckart und Walter Stuber


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Warum uns Komplimente glücklicher machen

Komplimente

Dieser momentane Stillstand tut uns gerade allen nicht gut und die meisten Menschen sind genervt. Die einen verfallen in eine leidende Stimmung, andere halten sich mit Durchhalteparolen über Wasser. Manche werden ungewohnt aggressiv im Ton, was wiederum vom angespannten Gegenüber auch nicht großzügig überhört wird. Das alles ist nachvollziehbar und sehr menschlich, setzt aber leider eine sehr unglückliche Abwärtsspirale für unser Miteinander in Gang. Dagegen können Sie jedoch bewusst etwas tun: Versuchen Sie es mal mit Freundlichkeit und Anerkennung oder grundsätzlichem Verständnis für Ihre Mitmenschen. Und ganz konkret: mit Komplimenten. Denn Wertschätzung brauchen wir alle mehr denn je und laut Abraham Maslow, einem Psychologen, ist ein Kompliment die spontanste Form.

Ein gelungenes Kompliment ist wie ein Lob-Espresso: spontan, kurz, wohltuend

Der Umgang mit bewundernden Worten ist nicht jedermanns Gabe. Allein schon die Reaktion auf ein Lob bringt manche in Verlegenheit. Anderen fällt es schwer, aus eigener Initiative Positives bei anderen anzuerkennen. Großes Interesse bekam vielleicht auch deshalb vor einigen Jahren die „Kompliment-Dusche“ im Bremer Museum „Universum“. Dort konnten sich Besucher unter eine Dusche stellen und bekamen statt Wasser lobende Worte zugerufen: „Dein Lächeln ist bezaubernd.“ oder „Du bist einfach klasse!“

In der Psychologie gilt es unterdessen als erwiesen, dass Komplimente Glücksgefühle steigern. Das bestätigt Judith Mangeldorf, Direktorin der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie. Sie sagt: „Komplimente sorgen in unserem Gehirn für Bewegung. Es werden Glückshormone ausgeschüttet wie beispielsweise Oxytocin, das zwischen Menschen für Verbundenheit sorgt.“ Der Körper merkt: Hier ist etwas Positives passiert. Für Mitarbeitende sind Lob und Wertschätzung sogar wichtiger als eine Gehaltserhöhung, so das Ergebnis deiner internationalen McKinsey-Studie.

Wer Komplimente verteilt, hebt die eigene Stimmung

Was viele nicht wissen: Es gibt eine Wechselwirkung zwischen der gelobten Person und den Boten. Die eigenen Spiegelneuronen im Gehirn fangen die gute Laune des anderen auf. Und so fühlt man sich selbst gut. Wer also fleißig Komplimente verteilt, macht sich selbst glücklich. Menschen, die anderen gern nette Sachen sagen, achten vor allem auf positive Dinge und schieben negative Gedanken beiseite. Aber Vorsicht: Ist das Kompliment nicht ernst gemeint, geht das Lob nach hinten los. Ihre Gesprächspartner haben feine Antennen für falsche Komplimente. Glaubt man der Hirnforschung, ist der chemische Cocktail der ausgeschütteten Glückshormone nach einem Kompliment in seiner Wirkung vergleichbar mit der von synthetischen Drogen. High on Lobhudelei? Klingt fantastisch, oder nicht?

Auf die Plätze, fertig: Kompliment

Haben Sie Lust auf eine einfache Übung? Dann machen Sie eine Woche lang täglich einem Menschen in Ihrem Umfeld drei Komplimente. Netter Nebeneffekt: Sie entdecken Eigenschaften, die Sie im Alltag möglicherweise sonst gar nicht mehr aktiv wahrnehmen. Außerdem stärkt Wertschätzung das Vertrauen und fördert die Beziehung. Also fangen Sie sofort damit an, Familienangehörigen, Freunden oder Kollegen regelmäßig ein ehrliches und positives Feedback zu geben. Zum Beispiel so: „Danke, dass Du diese Aufgabe für mich so super übernommen hast.“ Trauen Sie sich! Die Unsicherheit in Bezug auf Komplimente ist meist unbegründet. Übrigens: spezifischer ein Kompliment ist, desto besser kommt es an. Also am besten belegen Sie ein Kompliment mit Beispielen. Statt einer Kollegin nur zu sagen: „Toller Vortrag“, wäre eine gute Alternative: „Du hast mit Deiner lebendigen Art dafür gesorgt, dass Dir die Zuhörer vom Anfang bis zum Ende Deines Vortrages folgen konnten. Das hat mich beeindruckt.“

Komplimente für Fortgeschrittene: Machen Sie sich selbst jeden Tag ein Kompliment

Wenn Sie durch die erste Übung auf dem Weg zum Komplimente-Profi sind, können Sie sich jetzt der schwierigsten Komplimente-Challenge widmen: Schenken Sie sich täglich selbst ein Kompliment. Sie werden dann feststellen, dass ein Kompliment der ultimative Killer negativer Gedanken ist und Sie ganz anders durch den Tag gehen. Statt nach dem Aufstehen vor dem Spiegel zu stehen und sich selbst zu kritisieren, sagen Sie: „Guten Morgen, welch ein sympathisches Gesicht.“ Oder: Nach einer Präsentation analysieren Sie nicht, was schiefgelaufen ist, sondern klopfen sich auf die Schulter für Ihre guten Ideen und Ihren Mut, sie auch vorgetragen zu haben. Und so weiter. Das stärkt den Selbstwert.

Apropos: Loben Sie sich nicht einfach nur oberflächlich über den Klee, sondern seien Sie vielmehr kreativ, ehrlich und genau – genauso, wie Sie es bei Komplimenten für andere sind.

Womit wir bei Ihnen sind, liebe Leserinnen und Leser: Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben, unseren Newsletter zu lesen. Vielleicht genießen Sie dazu sogar einen Kaffee oder ein Stück Kuchen? So oder so, Sie achten auf sich und tun etwas Gutes für sich. Das ist großartig! Kompliment! Und wenn Sie uns eine große Freue machen wollen, schreiben Sie uns doch bitten in den Kommentar Ihr schönstes Kompliment, das Sie bekommen haben.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Frühling.

Ihre MUT-Macher

Dirk Eckart und Walter Stuber

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Zivilcourage

Zivilcourage

Zivilcourage: Zeigen Sie „sozialen Mut“

Viele Menschen sind davon überzeugt, dass Zivilcourage Heldentaten braucht. Ist das wirklich so? Oder beginnt Zivilcourage nicht vielmehr schon im Kleinen? Durch Hinschauen und Hinhören, Eingreifen und Einstehen für seine Überzeugungen? Wie geht es Ihnen als Augenzeuge, wenn eine andere Person ungerecht behandelt, bedrängt oder sogar angegriffen wird? „Soll ich eingreifen oder wegschauen?“ Das ist in diesen Situationen die entscheidende Frage. Wegsehen ist aus unserer Sicht nicht die richtige Reaktion. Auch wenn die Angst um die eigene Person verständlich ist. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie im Alltag Zivilcourage beweisen können.

Helden für Zivilcourage haben gesellschaftliche Anerkennung verdient

Im Januar 2020 wurde die Journalistin und Fernsehmoderatorin Dunja Hayali von der Evangelischen Akademie in Tutzing mit dem Toleranzpreis in der Kategorie „Zivilcourage“ ausgezeichnet. Allerdings hält die Fernsehmoderatorin, die sich für einen offenen Dialog, Meinungsvielfalt und Respekt vor den Menschen einsetzt, das, was sie tut, selbst nicht für auszeichnungswürdig. Es sei für sie selbstverständlich, Rechtsextremismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Hasssprache und Beleidigungen Paroli zu bieten, erklärte sie bei der Preisübergabe (https://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/dunja-hayali-tutzing-zivilcourage-rassismus-1.4772357).

Von einer ähnlichen Einstellung zeugt ein weiteres Beispiel, das im Juni 2020 auf Londons Straßen passierte. Während einer Protestveranstaltung gegen eine Anti-Rassismus-Kundgebung kam es zu Auseinandersetzungen. Und Patrick Hutchinson, der schwarze Aktivist der „Black Lives Matter“-Bewegung, brachte einen verletzten, mutmaßlich rechten Demonstranten in Sicherheit. Er hob den Mann vom Boden auf, legte ihn sich über die Schulter und trug ihn in Richtung Polizei.

„Du tust einfach, was du tun musst.“, meinte er in einem Interview mit dem britischen Sender „Channel 4“ über sein Motiv für die selbstlose Rettungsaktion (https://www.spiegel.de/politik/ausland/in-so-einem-moment-denkst-du-nicht-du-tust-einfach-was-du-tun-musst-a-7c3b6394-1fd1-444c-9623-a9b2ab451844).

Zivilcourage beginnt vor der eigenen Haustür

Der herausragende Mut Einzelner darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass zivilcouragiertes Verhalten gerade auch „im Kleinen“, also direkt vor Ihrer Haustür notwendig werden kann, wenn Menschen ausgelacht, beleidigt, gedemütigt, bedroht oder angegriffen werden. Dann wird Zivilcourage zur Aufgabe für jeden Einzelnen. Wo aber fängt Zivilcourage an? Sozialer Mut äußert sich bereits beim Eintreten für andere, wenn damit keine oder nur eine geringe Gefahr verbunden ist, immer dann also, wenn Sie eingreifen, um Schwächeren zu ihrem Recht zu verhelfen.

Zivilcourage im Alltag:

  • Eine Kollegin beobachtet schon seit längerem, wie ein Kollege von anderen Teammitgliedern systematisch ausgegrenzt und schikaniert wird. Beim nächsten Vorfall spricht sie in ihrer Teamsitzung ihre Beobachtung an.
  • Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr werden Zeugen, wie Jugendliche einen dunkelhäutigen Mann anpöbeln. Eine Frau steht auf und bittet den angegriffenen Mann, sich neben sie zu setzen.
  • Ein kleiner Junge steht in der Schlange beim Bäcker. Der nächste Kunde wäre der kleine Junge, der vom Verkaufspersonal hinter der Theke kaum zu sehen ist. Ein anderer Kunde macht sich das zunutze, übergeht den Jungen und gibt seine Bestellung auf. Würden Sie das zulassen oder sich für den „Schwächeren“ einsetzen?

Wenn es schon mit diesen alltäglichen Kleinigkeiten, die ganz selbstverständlich zum sozialen Miteinander gehören sollten, häufig nicht klappt, ist es kaum verwunderlich, dass Zivilcourage eine vernachlässigte Tugend ist. Menschen mit Zivilcourage aber haben hohe ethische Überzeugungen und betrachten Werte wie Solidarität, soziale Verantwortung, Fürsorglichkeit als verbindliche Leitlinien schon in ihrem alltäglichen Handeln.

Als MUT-Macher mischen wir uns ein und fördern Toleranz und soziales Miteinander im Unternehmen

Als Unternehmer und MUT-Macher sprechen wir mit jedem neuen Mitarbeiter im Rahmen des Einstellungsgespräches über unsere Unternehmenswerte. Denn wir glauben fest daran, dass eine ethische und werteorientierte Weiterentwicklung unseres Unternehmens gute Rahmenbedingungen und Chancen für alle unsere Mitarbeiter und die Menschen unserer Region schafft. Gemeinsam beziehen wir unsere Stärke aus respektvoller und konstruktiver Zusammenarbeit, die wir in unseren Werten ausdrücken. Wir erwarten Fairness am Arbeitsplatz und bitten jeden Kollegen, ein vertrauliches Gespräch zu suchen, wenn er sich unfair oder respektlos behandelt fühlt. Dennoch möchten wir nicht verschweigen, dass „Mobbing“ auch in unserem Unternehmen hin und wieder Thema ist.

Wir sind davon überzeugt, dass jeder Opfer werden kann. Diese unbequeme Vorstellung bedeutet, dass jeder Mensch in Situationen geraten kann, in der er auf die Unterstützung seiner Mitmenschen angewiesen ist. Dann sind Helfer wichtig, die sich nicht aus der Verantwortung stehlen, sondern anderen mutig zur Seite stehen.

Gerade in diesen herausfordernden Zeiten wünschen wir Ihnen viele mutige Augenblicke, Vertrauen, Zuversicht und viele Chancen, miteinander füreinander einzustehen. Packen wir’s an!
Und wenn Sie unseren Blog in Ihren unterschiedlichen Social Media Kanälen teilen, fördern Sie damit auch unser Anliegen, über „sozialen Mut“ ins Gespräch zu kommen.

Ihre MUT-Macher
Walter Stuber und Dirk Eckart

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Mut in unsicheren Zeiten

unsicheren Zeiten

Mut in unsicheren Zeiten – Gute Vorsätze, die Lebensqualität schenken

Auch wenn „nur“ eine andere Jahreszahl am Ende des Datums steht: Ein neues Jahr fühlt sich immer in bisschen wie ein Neuanfang an. Vor uns liegen noch ein paar Wochen Winter, in denen die Tage allerdings mit jedem Sonnenaufgang länger werden. Kein Wunder, dass Neujahr für viele Menschen ein guter Zeitpunkt ist, Veränderungen vorzunehmen, die ihr Leben verbessern.

Es ist eine gefühlte Ewigkeit her, dass wir Silvesterabend 2019 den festen Glauben hatten, 2020 würde ein richtig gutes Jahr werden. In dieser wohlklingenden Jahreszahl steckte viel Zuversicht und Hoffnung. Wir wissen alle, wie diese Geschichte weitergeht. Und so ist jetzt, zu Beginn des neuen Jahres, nur eines sicher: Wir leben in unsicheren Zeiten. Am besten gewöhnen wir uns alle schon mal an den Gedanken, dass wir längere Zeit in einer Phase leben, in der nichts sicher ist. Statt wie wild nach Kontrolle zu suchen, empfehlen wir Ihnen Vorsätze, die Ihnen Mut in unsicheren Zeiten schenken:

Sagen Sie klar und deutlich, was Sie wollen

Kennen Sie solche Sätze: „Ich würde gerne über Ostern Urlaub nehmen, aber…“, „Am liebsten möchte ich die Einladung nicht annehmen, aber…“. Kommen Ihnen diese Sätze bekannt vor? Dann denken Sie bitte daran, dass es nicht Ihre Aufgabe ist, ihrem Gegenüber das „NEIN!“ – Sagen abzunehmen. Fragen kostet nichts und Sie haben das Recht, Ihre Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen. Selbst wenn Sie eine Abfuhr kassieren oder an eine Grenze stoßen: Dann haben Sie immerhin Gewissheit und können sich mit den Tatsachen auseinandersetzen. Das hilft aus der Grübelfalle. Übernehmen Sie mutig Verantwortung für Ihre Wünsche und trauen sich, Fragen zu stellen. Denn nur wer fragt, hat die Chance, ein „Ja“ zu hören.

Verschieben Sie nichts auf später, was Sie heute tun können

Egal, ob Sie jetzt an nervige Pflichten denken oder an Vergnügen und Erfüllung von Träumen. Machen Sie es so kurzfristig wie möglich. Je länger Sie eine unangenehme Aufgabe vor sich herschieben, je länger sind Sie in Gedanken damit belastet. Und je öfter Sie Ihre eigenen Wünsche hintenanstellen und auf „später“ vertagen, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sie wirklich in Angriff nehmen. Wenn Sie also im April feststellen, dass Sie bestimmte Gewohnheiten ändern wollen, um glücklicher zu leben, fangen Sie bitte sofort damit an und warten nicht bis Neujahr 2022.

Finden Sie jeden Tag Gelegenheiten zur Dankbarkeit

In der Regel fällt es Menschen leicht, Fehler zu finden oder in Situation schnell zu äußern, was schiefläuft und auf jeden Fall besser werden müsste. Leider ist ebenso leicht zu übersehen, was wir alles in unserem Leben geschenkt bekommen – besonders wenn wir uns erst einmal daran gewöhnt haben und es für selbstverständlich halten. Dass das keine gute Gedankenkombination ist, liegt auf der Hand. Hier dürfen Sie mutig gegensteuern: Nehmen Sie sich jeden Tag ein wenig Zeit, an Dinge oder Momente zu denken, für die Sie dankbar sind. Zum Beispiel dafür, dass die Heizung im Winter funktioniert oder an ein nettes Gespräch mit einer Nachbarin oder einem Kollegen. Damit spendieren Sie Ihrem Gehirn nicht nur ein Glücksgefühl, sondern erhöhen generell Ihre Aufmerksamkeit für alles Gute und Positive.

Haben Sie den Mut, um Hilfe zu bitten

Die wichtigsten Aspekte im Leben sind meist immateriell. Deshalb wünschen wir uns gerne zum neuen Jahr Gesundheit und Glück. Viele Menschen brauchen im Alltag zu den immateriellen Dingen wahrscheinlich irgendwann einmal auch praktische Hilfe. Doch sind sie entweder zu stolz, um Hilfe zu bitten oder Sie lassen sich grundsätzlich nicht gerne helfen. Die meisten Menschen freuen sich, wenn sie anderen helfen können. Trauen Sie sich, Ihre Familie, Freunde und Mitmenschen um Hilfe zu bitten oder nehmen Sie angebotene Hilfe einfach mal mit einem „Dankeschön“ an. Das fördert nicht nur soziale Kontakte, sondern zeigt anderen, dass sie ein „Mensch wie Du und Ich“ sind.

Bleiben Sie gelassen und neugierig

Kann eine Zeit großer Veränderungen beängstigend sein? Ja, aber auch unglaublich interessant. Statt nur auf das eigene Wohl und Wehe zu starren, können Sie Ihren Blick auch weiten: Was ist plötzlich möglich geworden? In welche Richtung kann das führen? Indem Sie sich mit neugierigem Blick den Themen des Alltags stellen, erwerben Sie gleichzeitig die Fähigkeit, Ihre persönlichen Sorgen aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Machen Sie jede Woche eine Sache, die Sie in Staunen versetzt oder Ihre Neugier weckt.

Oder sprechen Sie das Gelassenheitsgebet des US-amerikanischen Theologen und Philosophen Reinhold Niebuhr

„Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Wir wünschen Ihnen Mut und Gelassenheit in unsicheren Zeiten.
Ihre MUT-Macher

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Der Nikolaustag

Nikolaustag

Der Nikolaustag ist eine gute Gelegenheit, Freude zu verschenken

Der Advent ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Überall funkeln kleine Lichter und es duftet nach selbstgebackenen Plätzchen und Glühwein. Heute laden wir Sie ein, Spekulatius einmal aus einer anderen Perspektive zu genießen. Nutzen Sie besonders in diesem Jahr die Gelegenheit, Freude zu verschenken, und überraschen Sie liebe Menschen mit einer Packung Spekulatius und unseren Anregungen aus diesem Blog.

Spekulatius sind kleine Keks-Kunstwerke mit Geschichte

Spekulatius sind nicht nur knusprig und lecker, sie erzählen auch die Geschichte des Heiligen Nikolaus aus Myra. Das Weihnachtsgebäck wird zu seinen Ehren gebacken. Wer genau hinschaut, kann auf der bebilderten Seite des Gewürzspekulatius verschiedene Episoden aus dem Leben des Nikolaus erkennen. Dinge, Menschen und Tiere, die Nikolaus auf seiner Reise begegnet sind, hat man in Bildern auf den Keksen festgehalten.
In Deutschland wird Spekulatius nur in der Adventszeit gegessen, doch die Niederländer gönnen sich diese Kekse das ganze Jahr.

Nikolaus ist alles andere als eine Kunstfigur oder verkaufsfördernde Erfindung. Es gab ihn wirklich. Und seine Geschichte ist deutlich spannender als die vielen Legenden um Weihnachtsmänner oder andere Fantasiefiguren. Bekannt war Bischof Nikolaus für seine Selbstlosigkeit, Nächstenliebe und sein großzügiges Schenken und Teilen.

Der Nikolaustag ist eine gute Gelegenheit, großzügig Freude zu verschenken

Am 6. Dezember erinnern sich Groß und Klein an diesen Bischof Nikolaus. Kinder stellen einen Stiefel vor die Tür und hoffen, dass der „Nikolaus“ etwas hineinlegt. Über Nikolausgeschenke aber freut sich doch jeder, oder nicht? Bei den Mut-Machern stehen natürlich keine Stiefel vor der Tür, doch nutzen wir die Adventszeit, kleine Aufmerksamkeiten zu verschenken.

Anerkennung schenkt Freude

Die familiäre Atmosphäre in unserer Firma und der gute Kontakt zu unseren Mitarbeitern und Kunden sind uns sehr wichtig. Wir möchten jeden Menschen so behandeln wie wir selbst behandelt werden möchten – respektvoll und anerkennend. Natürlich vergleichen wir uns nicht mit dem Nikolaus, aber die Legende vom Teilen inspiriert uns in jedem Jahr aufs Neue.

Genießen Sie bei Glühwein und Spekulatius die ruhigen und besinnlichen Stunden der Vorweihnachtszeit. Lassen auch Sie sich vom Nikolaus inspirieren, Freude zu verschenken. Wir wünschen Ihnen genussvolle Tage mit geheimnisvollen Überraschungen.

Ihre MUT-Macher
Walter Stuber und Dirk Eckart

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Mut zu Optimismus

Optimismus

Mut zu Optimismus: Wer lächelt, lebt länger

Können Sie sich daran erinnern, als Sie das letzte Mal eine wichtige Aufgabe vergeigt oder einen wichtigen Termin vergessen haben? Was haben Sie da zu sich gesagt? Wie sind Sie mit sich umgegangen? „Das ist ja mal wieder typisch! Das passiert immer nur dir. Du bist einfach zu dämlich!“ Haben Sie sich auf eine solche Art beschimpft?
Leider gehen wir mit uns oft kritischer um als mit anderen Menschen. Es ist, als ob wir einen Feind im Kopf tragen, der uns schlecht behandelt, in die massive Selbstkritik treibt und im schlimmsten Fall sogar krank macht. Wir laden Sie heute ein, mit gesundem Optimismus Feinde in wohlwollende Freunde und Unterstützer zu verwandeln.

Optimisten leben gesünder

Wer lächelt, lebt länger, kann manches besser ertragen und stärkt sein Immunsystem. Experten sind sich über die wichtigste Wirkung von Zuversicht einig: Optimisten leiden seltener unter Depressionen und Stresskrankheiten wie Bluthochdruck. Der medizinische Psychologe Hendrik Berth, Psychologe und Professor an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden, erklärt: „Optimisten schütten weniger Stresshormone aus, der Blutdruck ist niedriger, damit verbunden ist auch ein geringeres Schlaganfallrisiko.“ Diese positiven Effekte sind durch bildgebende Verfahren sogar sichtbar gemacht worden: „Optimismus ist gesund, weil er uns vor Stress und Angst schützt.“

Es braucht Optimismus, um sich von Misserfolgen nicht entmutigen zu lassen

Als die alleinerziehende Joanne nach einer gescheiterten Ehe aus Portugal nach Edinburgh zurückkehrte, besaß sie nicht viel mehr als blühende Fantasie. Mit ihrem Baby bezog sie eine feuchte Wohnung sowie spärliche Sozialhilfe. Anstatt aufzugeben, begann sie, ein Kinderbuch zu schreiben: über einen kleinen Jungen, der zum Zauberschüler wird und in einem Internat skurrile Gestalten und Freunde trifft, mit denen er spannende Abenteuer und Heldentaten erlebt. Die Verlage, denen sie ihr Manuskript anbot, schickten ihr allesamt Absagen. Geld lasse sich auf keinen Fall mit ihrer Geschichte verdienen.

Wäre Joanne K. Rowling eine Pessimistin, hätte sie spätestens dann aufgegeben, als sich die Absagen nicht mehr zählen ließen. Doch die arbeitslose Schriftstellerin gab nicht auf. Irgendwann erbarmte sich der Bloomsbury-Verlag, zahlte ihr 2500 Pfund und veröffentlichte ihr Kinderbuch in einer Auflage von 500 Exemplaren. Mittlerweise wurden die Geschichten über den Zauberschüler Harry Potter weltweit mehr als 500 Millionen Mal verkauft. Die einstige Sozialhilfeempfängerin wurde zur Multimillionärin.

Talent allein reicht nicht, um Erfolg zu haben

Vielleicht denken Sie jetzt gerade, dass die Geschichte von Joanne K. Rowling doch nicht auf Ihre Situation übertragbar ist?! Das ist nachvollziehbar. Und selbstverständlich wissen wir, dass Ausnahmegeschichten gerne zitiert werden. Von Joanne K. Rowling können wir allerdings lernen: Talent allein reicht nicht, um Erfolg zu haben. Vielmehr braucht es unerschütterlichen Optimismus, sich von Misserfolgen nicht entmutigen zu lassen und dennoch nicht aufzugeben. Denn vom Pessimisten unterscheidet sich der Optimist dadurch, dass er bei Problemen und Rückschlägen weitergeht und zudem seine Ziele im Blick behält. Das führt nicht immer zum Erfolg, macht jedoch hin und wieder das Unmögliche möglich.

Optimismus in kleinen Dosen ist jederzeit verfügbar

Wollen Sie zuversichtlicher nach vorn blicken? Dann starten Sie sofort mit einem wirkungsvollen Training für mehr Optimismus. Es macht Spaß, hält gesund und ist nicht anstrengend. Wichtig ist, dass Sie dieses Training nicht halbherzig beginnen, sondern mit Leib und Seele dabei sind:

  • Sammeln Sie so viele Glücksmomente wie möglich und führen ein Dankbarkeitstagebuch. Notieren Sie, was am Tag gut gelaufen ist. Die Dankbarkeitsbotschafterin Sabine Langenbach macht sich jeden Montag mit kurzen Impulsen auf den Weg, die Dankbarkeit neu zu entdecken.
  • Staunen Sie jeden Tag über die Schönheit der Natur – gehen Sie bei jedem Wetter an die frische Luft.
  • Engagieren Sie sich ehrenamtlich, wenn Sie im Beruf keine Erfüllung finden.
  • Machen Sie hin und wieder einen bilanzierenden Rückblick, wenn Sie vor großen Herausforderungen stehen. Folgende Fragen helfen, optimistisch nach vorne zu schauen: Was habe ich bereits geschafft? Wie habe ich das erreicht? Worauf kann ich vertrauen?

Mutnuten: Kennen Sie den YouTube Kanal der Mutmacher?
Selbst der größte Optimist ist nicht vor Niederlagen, Verlusten, Scheitern und Misserfolgen geschützt. Jeder Mensch braucht im Beruf- und Privatleben ein gesundes Maß an Frustrationstoleranz und praktische Strategien für den Umgang mit Problemen. Regelmäßig teilen Partner aus unseren Netzwerken ihre Erfahrungen im Umgang mit Erfolg und Scheitern. Profitieren Sie von ihren wertvollen Erkenntnissen und abonnieren Sie am besten sofort unseren MUT-Macher- Kanal.

Wir wünschen Ihnen fröhliche Gelassenheit und gesunden Optimismus
Ihre
MUT-Macher

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Kraft in der Krise

Kraft in der Krise – Wege zu mehr Widerstandskraft

Es gibt Zeiten, da läuft alles glatt. Und dann gibt es Phasen, da jagt eine Hiobsbotschaft die nächste. Wenn das Leben in eine Schieflage gerät, ist es völlig normal, sich in Sorgen zu verlieren, hektisch „am Rad zu drehen“ oder in ein Loch zu fallen. Gerade in Zeiten wie diese jetzt wird unsere Widerstandskraft gefordert. Eine gute seelische Widerstandskraft hilft, Stress, Druck und Krisen leichter zu überstehen. Diese Fähigkeit nennt sich Resilienz.

Menschen mit ausgeprägten Resilienzfaktoren strecken den Rücken und packen die Dinge an. Erste Schritte zur Widerstandskraft haben wir Ihnen bereits im September-Blog vorgestellt. Wie auch Sie Ihr Glück selbst in die Hand nehmen und zufriedener leben können, erfahren Sie in unserem MUTMACHER-Blog.

Nehmen Sie Ihr Leben selbst in die Hand

Der griechische Philosoph Epiktet hat bereits zu Anfang des ersten Jahrhunderts gelehrt, dass es nicht die Dinge selbst sind, die uns berühren, sondern die Sicht, die wir auf die Dinge haben. Es liegt also an uns selbst, wie wir etwas betrachten und damit auch bewerten. Nehmen wir zum Beispiel ein Auto. Die Frage ist: Sehen Sie es als komfortables Mittel zur Fortbewegung an oder verbinden Sie es mit dem Risiko, im Straßenverkehr in einen Unfall verwickelt zu werden? Sie haben die Wahl, diese Entscheidung für sich zu treffen. Mit dieser Wahlfreiheit positiv umzugehen, sie als Chance zu begreifen und ein neues Selbstbewusstsein zu entwickeln, ist für viele Menschen ein Lernprozess. Resiliente Menschen sind darin bereits gut trainiert. Sie fallen nicht so tief, erholen sich schneller und können nach der Krise aus ihrem Verhalten lernen.

Ihr Weg zu mehr Widerstandskraft

Personen, die über eine hohe Resilienz verfügen, werden oft als selbstbewusst, gelassen, humorvoll, menschlich, zuversichtlich, zielorientiert, intelligent und selbstreflektiert beschrieben. Irgendwie scheint bei ihnen alles zu stimmen. Zu diesem Prozess tragen viele kleine Mechanismen bei, die stark machen. Insgesamt gibt es sieben Resilienzschlüssel, die Menschen widerstandsfähig machen und sich gegenseitig ergänzen:

  1. Akzeptanz:
    Nehmen Sie an, was passiert; es lässt sich nicht ändern.
  2. Optimismus:
    Konzentrieren sich darauf, was jetzt machbar ist und bleiben Sie zuversichtlich.
  3. Selbstwirksamkeit:
    Werden Sie sich Ihrer eigenen Stärken und Bedürfnisse bewusst und machen Sie sich klar, was Sie selbst verändern können.
  4. Eigenverantwortung:
    Verlassen Sie die Opferrolle, sorgen Sie für sich und achten Sie auf Ihre Grenzen.
  5. Netzwerkorientierung:
    Suchen Sie sich Hilfe und lassen diese auch zu.
  6. Lösungsorientierung:
    Werden Sie aktiv und öffnen Sie sich für neue Lösungen. Wer erst eine erste Möglichkeit sieht, wie es weitergehen kann, entdeckt meist noch weitere. Die eigenen Werte sind ein guter Wegweiser.
  7. Zukunftsorientierung:
    Überlegen Sie, wie Sie Ihr Leben gestalten wollen, setzen Sie Prioritäten, entwickeln Sie Ziele und verfolgen Sie diese.

Alltagsübungen für Ihre innere Stärke

Die schlechte Nachricht zuerst: Wir alle tragen Denkmuster in uns, die uns weniger glücklich und erfolgreich machen. Die gute Nachricht: Sie können viel dafür tun, diese Muster durch neue Verhaltensweisen zu ersetzen. Folgende Übungen lassen sich leicht in Ihren Alltag integrieren:

  1. Bleiben Sie ruhig: Üben Sie sich in Akzeptanz
    Ersparen Sie sich Frust, indem Sie lernen, unvermeidbare Situationen zu akzeptieren. Wenn die Bahn auf dem Weg zur Arbeit so voll ist, dass Sie keinen Sitzplatz mehr bekommen, hören Sie zum Beispiel Musik oder lauschen Sie einem spannenden Hörbuch. Auch bei unangenehmen Aufgaben im Job hilft Jammern wenig: Erledigen Sie die Aufgabe lieber gleich und schaffen so mehr Zeit für die angenehmen Dinge.
  2. Notieren Sie Ihre Erfolge: Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein
    Führen Sie sich immer wieder Ihre Erfolge vor Augen und schaffen dadurch eine positive Selbstwahrnehmung für Ihre Stärken, auf die Sie zurückgreifen können. Am besten führen Sie dafür ein Erfolgstagebuch.
  3. Nicht vergleichen: Bleiben Sie authentisch
    Sie werden immer wieder auf Menschen treffen, die etwas besser können als Sie – oder es zumindest behaupten. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern. Freuen Sie sich über die Erfolge anderer und bleiben Sie sich gleichzeitig treu. Denn wenn Sie sich authentisch, freundlich und wertschätzend Ihren Mitmenschen gegenüber verhalten, bekommen Sie in den meisten Fällen auch eine positive Resonanz.

Wir wünschen Ihnen viele schöne Augenblicke, die Ihnen auf Ihrem Weg Kraft geben. Nehmen Sie das Heft Ihres Lebens mutig und entschlossen in die Hand.

Ihre MUT-MACHER
Walter Stuber und Dirk Eckart

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Yes, you can! Mut zur inneren Stärke!

Manche Menschen sind einfach bewundernswert optimistisch. Selbst in Krisenzeiten strahlen sie Zuversicht aus und vermitteln einem das Gefühl „Alles wird gut“. Ganz gleich was kommt, sie nehmen die Dinge gelassen – und scheinbar kann sie nichts aus der Bahn werfen. Da stellt sich doch die Frage: Wie machen diese Menschen das bloß? Sind sie vielleicht gar nicht wirklich optimistisch, sondern eher realtitätsfremd? Erkennen sie nicht, was tatsächlich um sie herum los ist und müssen dann eines Tages mit Schrecken feststellen, wie sehr sie sich mit ihrer positiven Einschätzung geirrt haben?

Doch erstaunlicherweise gibt die Zeit diesen Optimisten oft Recht: Es gelingt ihnen, schwierige Situationen zu meistern, Schicksalsschläge zu verkraften und aus Niederlagen gestärkt hervorzugehen. Da stellt sich doch noch stärker die Frage: Wie machen diese Menschen das bloß? Und darin steckt auch schon ein Teil der Antwort: Sie machen! Sie sind aktiv! Sie nehmen ihr Leben selbst in die Hand, anstatt sich in die passive Opferrolle zu begeben. Und das können Sie auch! Wie Ihnen das gelingt, lesen Sie in unserem MUTMACHER-Blog.

Was macht innere Stärke aus?

Hürden und Krisen hat jeder im Leben – entscheidend ist, wie wir damit umgehen! Häufig hört man Redewendungen wie: „Die hat Nerven aus Stahl.“ oder „Das hat er gut weggesteckt.“, wenn jemand schwierige Situationen gemeistert hat. Große und kleine Krisen können einen schnell schon mal aus der Bahn werfen – und das ist wirklich nichts Schlimmes. Doch warum scheinen einige Menschen mit großen Schicksalsschlägen umgehen zu können, während anderen schon bei Kleinigkeiten zum Weinen zumute ist? Wenn Sie glauben, zu den Letzteren zu zählen, haben wir eine gute Nachricht für Sie:

Jeder kann

innere Stärke aufbauen.

Zwar nicht von heute auf morgen, aber in Krisen innerlich stark zu bleiben, können Sie trainieren: Resilienz wird auch als psychische Widerstandskraft bezeichnet und mit dieser trainieren Sie die Möglichkeit, Herausforderungen und Krisen zu meistern.

Das Geheimnis der Resilienz

Was unter dem Begriff „Resilienz“ verstanden wird, hat sich im Laufe der Zeit gewandelt: Ursprünglich wurde damit nur die Stärke eines Menschen bezeichnet, Lebenskrisen – wie schwere Krankheiten, lange Arbeitslosigkeit, Verlust nahestehender Menschen etc. – ohne anhaltende Beeinträchtigung durchzustehen. In diesem Sinne wird der Begriff auch heute benutzt: So werden etwa Kinder, die in einem sozialen Umfeld aufwachsen, das durch Risikofaktoren wie Armut, Drogenkonsum oder Gewalt gekennzeichnet ist, und die als Erwachsene dennoch zu einer erfolgreichen Lebensführung in der Lage sind, als resilient bezeichnet.

Ein wichtiges Merkmal der Resilienz ist die psychische Widerstandskraft, die nicht nur in Extremsituationen, sondern immer von Vorteil ist. Deshalb wird der Begriff heute zum Beispiel auch für Menschen verwendet, die mit Belastungen der Arbeitswelt in angemessener Weise umgehen können und so ihre psychische Gesundheit erhalten.

Resilienz können Sie lernen

Im Magazin „Psychologie Heute“ berichtet der Neurowissenschaftler Raffael Kalisch, dass jeder Mensch Resilienz lernen kann. Er kommt zu dem Ergebnis, Resilienz sei ein Bewertungsstil, der aktiv gesteuert werden kann – kein Schicksal, dem ein Mensch hilflos gegenübersteht. Das heißt: Jeder Mensch kann lernen, mit Krisen umzugehen. Und wie Sie damit anfangen können, zeigen wir Ihnen in den nächsten Schritten.

Erste Schritte zur inneren Stärke

  1. Emotionssteuerung – übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Gefühle
    Emotionssteuerung beschreibt die Fähigkeit, selbst unter Druck und in Stresssituationen gelassen zu bleiben. Wenn Ihnen am Telefon der Gesprächsteilnehmer zum Beispiel wütend ins Ohr brüllt und Sie sich darüber ärgern, aber nicht zurückschreien, steuern Sie Ihre Emotionen. Ihre Gefühle zu steuern, bedeutet aber nicht, dass Sie – egal was passiert – ein Dauerlächeln aufsetzen sollten. Nutzen Sie vielmehr Ihre Wahlfreiheit! Angenommen, Sie befinden sich im Beruf im Dauerstress, dann haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie verändern etwas an Ihrer Arbeit oder Sie lenken Ihre Emotionen in eine positive Richtung. Warum tun resiliente Menschen das? Weil sie den unbedingten Willen haben, dass es ihnen gut geht.
  2. Realistischer Optimismus – erkennen Sie den Sinn in schwierigen Situationen
    Nach Regen kommt wieder Sonnenschein: Realistischer Optimismus beschreibt die Überzeugung, dass sich Dinge zum Guten wenden können oder werden. Er umfasst auch die Fähigkeit, selbst in sehr schwierigen Situationen einen Sinn zu sehen und ihnen damit etwas Positives abzugewinnen. Das Glas ist im Zweifel „halbvoll“ und nicht „halbleer“. Resiliente Menschen schätzen jedoch die Realität treffend ein und sind dabei nicht übertrieben optimistisch. Unrealistischer Optimismus kann dazu führen, dass Menschen Risiken falsch einschätzen. Übertreiben Sie es also auch nicht mit dem Optimismus.

Tipp:
Verschwenden Sie Ihre Ressourcen nicht.

Resilienz ist eine intelligente Verwendung begrenzter Ressourcen. Verwenden Sie also keine Kraft und Lebenszeit auf Dinge, die Sie nicht ändern können. Sie werden überrascht sein, wie einfach es doch ist, dem Leben die Sonnenseiten abzugewinnen. Im nächsten MUTMACHER-Blog werden wir Ihnen weitere Faktoren der Resilienz vorstellen. Bis dahin wünschen wir Ihnen viele energiereiche Tage und Begegnungen mit Menschen, die Ihre Widerstandskraft fördern.

Ihre MUT-MACHER
Walter Stuber und Dirk Eckart